Märkt und Giffey wollen Einzelhandel rund um den Tegeler See stärken


Trotz Sonnenschein, Hafenfest und Ferien sind rund 80 Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft meiner Einladung gefolgt, die wirtschaftliche Lage rund um den Tegeler See zu diskutieren.

Die Gegend um den Tegeler See gehört zu den schönsten Orten Berlins. Allerdings gerät der Einzelhandel durch die digitale Konkurrenz und die steigenden Miet- und Strompreise unter Druck. Weil der besondere Charme Tegels von einem vielseitigen Angebot abhängt, müssen die Bedingungen für den Einzelhandel vor Ort verbessert werden, Wie das gelingen kann, habe ich mit unserer Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, dem Beydes-Geschäftsführer Christopher Weiss und Antje Fischer, der Inhaberin des seit 54 Jahren in Tegel ansässigen Geschäfts Heyer Optik beraten. Franziska Giffey warb in der Diskussion für mehr Optimismus. Allein im ersten Halbjahr 2026 seien in die Berliner Wirtschaft 1,4 Milliarden Euro investiert worden. Man digitalisiere und vereinfache gerade auch Verwaltungsverfahren, damit die Gelder noch schneller ankommen.

Gegen die steigenden Gewerbemieten und Stromkosten fordere ich gemeinsam mit Franziska Giffey mehr Engagement des Bundes. Es benötigt eine Kostensenkung, damit der Einzelhandel mit der digitalen Konkurrenz mithalten kann. Daneben sind Gewerbehöfe ein wichtiges Instrument für stabile Kosten. Giffey berichtete, dass das Land lokale Zusammenschlüsse von Unternehmen fördert. Das sei gewissermaßen ein Kiezpatenmodell 2.0. „Mehr Zusammenarbeit und Verantwortung für den Kiez“ wünschte sich auch Antje Fischer. So fanden sich am Abend erste Unternehmerinnen und Unternehmen, die an einem solchen Zusammenschluss interessiert waren.

Daneben haben wir eine bessere Aufenthaltsqualität in Alt-Tegel diskutiert. Wir brauchen mehr Stadtgrün, Sitzgelegenheiten und eine bessere Beleuchtung. „Soziale und nachhaltige Aspekte müssen bei der Stadtentwicklung mitgedacht werden“, ergänzte Christopher Weiss, von Hause aus Architekt. „Erst kürzlich hat das Land Berlin 1 Milliarde Euro für mehr Stadtgrün, Klimaanpassung und Hitzeschutz bereitgestellt. Ich erwarte vom Land Berlin, dass die Gelder schnell eingesetzt werden. Bisher passiert hier zu wenig. Im Gegenteil: An anderer Stelle werden Straßenbäume gefällt. Das darf nicht sein. In zehn Jahren wünsche ich mir für Tegel einen Wochenmarkt sowie ein temporäres Riesenrad in den Sommermonaten. Beides ist ein Angebot für Familien, das der lokalen Wirtschaft zugutekommt.“

Das wurde auch von Giffey unterstützt, die von Tegel ersichtlich angetan war. Schließlich warb Giffey für meine Wahl in das nächste Abgeordnetenhaus.