Müllsheriffs nicht im Bezirkshaushalt entsorgen
Die Strafen für illegal entsorgten Müll wurden zuletzt kräftig erhöht. Strafen müssen aber auch durchgesetzt werden; Die Müllsünder müssen gefunden werden. Genau diese Aufgabe sollen die „Waste Watcher“ (Müllsheriffs) übernehmen.
Dafür bekommen alle Bezirke vom Senat 200.000 Euro mit denen sie zwei Außenkräfte und eine Sachbearbeitung finanzieren können. Über eine Testwoche hinaus ist in Reinickendorf bislang nichts passiert. Ich befürchte, dass die Gelder im Haushalt des Ordnungsamts zu versacken drohen. Deshalb habe ich eingefordert, dass der Bezirk schleunigst für die Stellenbesetzung sorgt. Als ersten Einsatzort habe ich zudem die Wald- und Ortsstraßen in Heiligensee und Konradshöhe benannt. Dort werden seit Monaten blaue Müllbeutel mit Windeln – mutmaßlich von einem Pflegedienst – illegal entsorgt. Mit den Müllsheriffs könnte der Bezirk die Windeltüten nicht nur beseitigen lassen, sondern auch die Verantwortlichen stellen. Im Kampf gegen den Müll sind die Müllsheriffs eine große Chance. Für mich ist es unverständlich, dass der Bezirk, nicht nur den Müll, sondern auch diese Chance liegen lässt. Die Erfahrungen aus Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg seien durchweg positiv.