Märkt und Hikel stellen Sauberkeitsstrategie vor
Melden, entsorgen und verfolgen – das ist der Dreischritt, meiner Sauberkeitsstrategie für die Stadtteile rund um den Tegeler See. Gemeinsam mit dem Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel habe ich die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums in der Dorfaue Heiligensee diskutiert.
Auch wenn die Lage in Reinickendorf bisher nicht so schlimm ist wie in anderen Stadtteilen Berlins, will ich ihr frühzeitig mit drei Schritten begegnen: Zunächst mit einer Verbesserung bei den Meldungen. Die Ordnungsamt-App soll so vereinfacht werden, dass der gemeldete Müll tatsächlich nach spätestens 14 Tagen beseitigt ist. Wichtig ist mir, dass die Reinickendorfer Spielplätze vollständig von der BSR gereinigt werden. Zudem braucht es im gesamten Bezirk mehr Mülleimer sowie eine Ausweitung der Entsorgungsmöglichkeiten für Sondermüll beim Recyclinghof in Heiligensee.
Das größte Problem stellt allerdings die illegale Entsorgung von Gewerbeabfällen in unseren Grünflächen und Forsten dar. Der Wald wird zunehmend und gezielt als Mülldeponie missbraucht. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern echte Kriminalität, die bekämpft werden muss. Vom Bezirk habe ich deshalb erneut gefordert, dass die Müllsherriffs auch tatsächlich eingestellt werden.
Auch Martin Hikel hat betont, dass die Vermüllung das Sicherheitsgefühl vieler Menschen beeinträchtigt. Bei dem Thema würden wir nämlich auch merken, ob der Staat in der Lage ist, seine Regeln durchzusetzen. Deshalb betonte auch Martin Hikel, dass die soziale Kontrolle erhöht werden muss. Besonders viel Müll falle dort an, wo sich Menschen unbeobachtet fühlen. „In diesen blinden Flecken könnte die menschliche Kontrolle durch Kameras ersetzt werden, was auch die Ordnungsämter entlasten würde“, so Hikel. Allerdings dürfen auch Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen nicht vergessen werden, auch wenn diese erst langfristig wirken."
Auch unterstütze ich die Wiedereinführung der kostenlosen Sperrmüllabholung. Diese wurde damals abgeschafft, weil viele Menschen die Abholung bestellten, dann aber nicht anzutreffen waren. Daraus müssen wir lernen und für solche Fälle eine Vertragsstrafe vorsehen, damit die BSR und die Allgemeinheit nicht auf den Leerfahrten sitzen bleiben. Gemeinsam mit Martin Hikel habe ich auf das ehrenamtliche Engagement in der ganzen Stadt hingewiesen. Wir fordern daher, dass das kürzlich von visitBerlin eingeführte Bonussystem für Touristen, die an den von ihnen besuchten Orten aufräumen und Müll einsammeln, auf alle Berlinerinnen und Berliner ausgeweitet und dadurch das Engagement vieler Menschen für unsere Stadt belohnt wird. Davon profitiert auch die Berliner Kultur.