Märkt fordert besseren Schutz gegen Waschbären


Waschbären sind in Berlin mittlerweile flächendeckend verbreitet und erobern zunehmend auch Wohnviertel. Die Tiere gelten als invasive Art, können Schäden an Gebäuden verursachen und sind oft in der Dämmerung aktiv. Da sie keine natürlichen Fressfeinde haben, breiten sich die für viele süßen Tiere fast ungehindert aus.

Deshalb wächst in Reinickendorf bei vielen Anwohnerinnen und Anwohnern der Frust und der Wunsch, dass sich der Staat drum kümmert. Ich habe deshalb vom Land und Bezirk ein wirksames Schutz- und Bestandskonzept gegen die Waschbärinvasion eingefordert. Dieses umfasst nach meinen Vorstellungen transparente Informations- und Beratungsangebote, finanzielle Unterstützung beim Schutz von Lauben und Dachböden, sowie ein Pilotprojekt zur Kastration der Tiere, um den Nachwuchs zu reduzieren. Die Reinickendorfer können ein Lied davon singen, was Waschbären so alles anrichten können. Bei vielen Eigentümern und Mietern macht sich mit Blick auf die angerichteten Schäden inzwischen Verzweiflung breit. Land und Bezirk müssen sich dieses Themas endlich annehmen und auch mit Blick auf den Tierschutz eine angemessene Bestandskontrolle organisieren. Unverständlich ist für mich auch, weshalb die CDU im Senat bei zunehmender Problemlage die Waschbärberatung im Haushalt gestrichen hat. Da muss im nächsten Landeshaushalt nachgebessert werden. Dem Bezirk habe ich vorgeschlagen eine Task-Force einzurichten, in der Land, Bezirk und BSR gemeinsam mit Naturschutzverbänden und Anwohnenden ein wirksames Schutz- und Bestandskonzept erarbeiten.